Welche Größe braucht dein Bewerbungsfoto wirklich?
Es gibt keine gesetzliche Norm, aber es gibt bewährte Standardmaße, und welches davon du brauchst, hängt schlicht davon ab, wo das Foto landet. Für den Lebenslauf reicht ein kleineres Bild, während das Deckblatt deutlich größer sein darf, und für die Online-Bewerbung zählen am Ende nur Pixel und Dateigröße statt Zentimeter. Diese Seite rechnet dir alle Formate in einer einzigen Tabelle vor und zeigt sie dir maßstabsgetreu nebeneinander, damit du in zwei Minuten das richtige Maß hast.
Im tabellarischen Lebenslauf ist 4,5 × 6 cm das gängige Maß, also etwas größer als ein normales Passbild mit 3,5 × 4,5 cm, weil es dadurch professioneller wirkt. Auf einem Deckblatt darf das Foto deutlich größer sein und reicht üblicherweise von 6 × 9 cm bis 7,5 × 10,5 cm, sodass es mehr Präsenz zeigt.
Für eine Online-Bewerbung zählen keine Zentimeter, sondern Pixel und Dateigröße: Plane rund 531 × 709 Pixel fürs Lebenslauf-Format ein, bleib beim Hochformat im Verhältnis 3:4 und speichere als scharfe JPG-Datei. In jedem Fall gilt, dass es keine gesetzliche Vorschrift gibt und ein sauberes Hochformat immer die sichere Wahl ist.
So groß sind die vier gängigen Formate wirklich
Damit du ein Gefühl für die tatsächlichen Maße bekommst, siehst du hier alle vier üblichen Bewerbungsfoto-Formate maßstabsgetreu nebeneinander. Das Passbild ist der kleinste Zuschnitt, das Lebenslauf-Format ist die sichere Standardwahl und das Deckblatt darf spürbar größer ausfallen.
Die komplette Umrechnungs-Tabelle
Diese Tabelle rechnet dir jedes Standardformat von Zentimetern in Druck-Pixel bei 300 dpi um und sagt dir zugleich, wohin das jeweilige Format am besten passt. Für einen sauberen Ausdruck plane die angegebenen Pixel ein, während du für reine Bildschirm-Uploads oft schon mit etwas weniger auskommst.
| Format (cm) | Pixel bei 300 dpi | Seitenverhältnis | Wohin damit |
|---|---|---|---|
| 3,5 × 4,5 Passbild | 413 × 531 | ca. 7:9 | Mindestgröße, wenn es klein bleiben soll |
| 4,5 × 6,0 Standard | 531 × 709 | 3:4 | Tabellarischer Lebenslauf — die sichere Wahl |
| 6,0 × 9,0 | 709 × 1063 | 2:3 | Deckblatt mit klarer Präsenz |
| 7,5 × 10,5 | 886 × 1240 | 5:7 | Großes Deckblatt-Portrait |
| 9,0 × 6,0 Querformat | 1063 × 709 | 3:2 quer | Modernes Deckblatt im Querformat |
Gerundet sind diese Werte, weil die Umrechnung von Millimetern auf Pixel selten glatt aufgeht. Wichtiger als die zweite Nachkommastelle ist, dass du beim Hochformat im Verhältnis 3:4 bleibst und die Datei nicht kleinrechnest, denn ein unscharfes Foto fällt sofort negativ auf.
Gedruckt zählen Zentimeter, online zählen Pixel
Fast alle Bewerbungen laufen heute digital, und trotzdem denken viele noch in Zentimetern, obwohl beim Upload ganz andere Werte entscheiden. Die folgende Gegenüberstellung zeigt dir, worauf es in beiden Welten ankommt, damit dein Foto weder beim Ausdruck noch im Online-Portal Probleme macht.
Wenn das Foto aufs Papier kommt
- Maß
- 4,5 × 6 cm im Lebenslauf, bis 7,5 × 10,5 cm auf dem Deckblatt
- Auflösung
- 300 dpi, sonst wird der Druck sichtbar grob
- Format
- Hochformat im Verhältnis 3:4, hochwertiges Fotopapier
- Befestigung
- Sauber aufgeklebt oder gleich mitgedruckt, nie getackert
Wenn das Foto hochgeladen wird
- Pixel
- ca. 531 × 709 px reichen fürs Lebenslauf-Format, mehr schadet nicht
- Datei
- Scharfe JPG-Datei, meist unter 2 MB, viele Portale deckeln bei 5 MB
- Verhältnis
- Ebenfalls 3:4 im Hochformat, damit nichts verzerrt wirkt
- Farbe
- Farbfoto im Farbraum sRGB, kein Schwarz-Weiß und kein Filter
Wenn ein Bewerbungsportal oder eine Software wie ein Bewerbungsmanagement-System eigene Vorgaben nennt, haben diese immer Vorrang, weil manche Systeme das Bild sonst automatisch beschneiden. Ein Blick auf die Upload-Hinweise dauert zehn Sekunden und erspart dir ein abgeschnittenes Kinn im fertigen Profil.
Das Seitenverhältnis ist wichtiger als die absolute Größe
Du kannst dein Foto fast beliebig groß oder klein skalieren, solange das Verhältnis von Breite zu Höhe stimmt, denn genau daran erkennt man ein sauberes Bewerbungsfoto. Das klassische Hochformat 3:4 gilt als am harmonischsten, was einem Breite-zu-Höhe-Verhältnis von etwa 0,7 entspricht. Wenn du ein quadratisches Foto in ein 3:4-Feld presst oder umgekehrt, wird das Gesicht gestaucht oder das Bild abgeschnitten, und beides wirkt sofort unprofessionell.
Der richtige Bildausschnitt entscheidet mit
Das beste Maß nützt wenig, wenn der Ausschnitt nicht sitzt, denn ein Bewerbungsfoto zeigt Kopf und Schultern und nicht den halben Oberkörper. Achte darauf, dass dein Kopf mittig sitzt, dass oben etwas Luft bleibt und dass die Augen ungefähr auf der oberen Drittellinie liegen.
Kopf mittig und leicht nach oben versetzt, mit etwas Abstand zum oberen Rand
Kopf und Schultern im Bild, der Ausschnitt endet etwa auf Brusthöhe
Augen auf der oberen Drittellinie, damit der Blick sofort Kontakt aufnimmt
Ruhiger Hintergrund, damit das Gesicht sauber im Vordergrund steht
Falsch skaliert gegen sauber zugeschnitten
Verzerrt, unscharf, abgeschnitten
Die meisten Größen-Probleme entstehen nicht durch das falsche Zentimetermaß, sondern durch nachträgliches Ziehen und Quetschen des Bildes.
- Ein quadratisches Foto wird in ein Hochformat gezogen, sodass das Gesicht in die Länge gestaucht wirkt
- Das Bild wird auf wenige hundert Pixel verkleinert und danach wieder vergrößert, wodurch es matschig wird
- Der Kopf klebt am oberen Rand oder das Kinn ist abgeschnitten
- Ein Ganzkörperfoto wird als Bewerbungsfoto genutzt, sodass das Gesicht winzig bleibt
Hochformat, scharf, mittig
Ein sauberes Bewerbungsfoto entsteht, wenn du von Anfang an im richtigen Verhältnis fotografierst oder generierst und erst danach exakt auf das Zielmaß bringst.
- Du bleibst im Hochformat 3:4 und schneidest nur zu, ohne das Bild zu verzerren
- Du exportierst mit genug Pixeln für den Druck und verkleinerst erst zum Schluss
- Der Kopf sitzt mittig mit etwas Luft nach oben und der Ausschnitt zeigt Kopf und Schultern
- Das Gesicht füllt einen großen Teil des Bildes, ohne dass etwas abgeschnitten wird
Ein Foto, das schon im richtigen Format herauskommt
Statt ein bestehendes Bild mühsam zu beschneiden, kannst du dein Bewerbungsfoto gleich im sauberen Hochformat 3:4 erzeugen und danach als Lebenslauf- oder Deckblatt-Größe exportieren. Der Generator liefert genug Pixel für den Druck und ein ruhiges Studio-Licht, sodass du dir das Zuschneiden und Nachschärfen sparst. Dein erstes Foto ist kostenlos, damit du in Ruhe prüfen kannst, ob Größe und Ausschnitt für deine Bewerbung passen.
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Bewerbungsfoto-Größe kurz erklärt
Wie groß soll ein Bewerbungsfoto sein?
Welche Pixelmaße braucht ein digitales Bewerbungsfoto?
Welches Seitenverhältnis ist beim Bewerbungsfoto richtig?
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