DIN 6700Biometrisch · BSI 2007

Passbild-Format:
35×45 mm.
Sechs Pflicht-Regeln.

Das deutsche Passbild ist nicht verhandelbar: exakte 35×45 Millimeter, biometrische Lichtsetzung, neutraler Gesichtsausdruck, sauberer Hintergrund. Hier sind die sechs Regeln so kompakt erklärt, dass du dein nächstes Bild selbst prüfen und anpassen kannst, inklusive Maßdiagramm und DPI-Tabelle.

Wichtig für Reisepass und Personalausweis: Seit dem 1. Mai 2025 muss das Lichtbild im Bürgeramt oder in einem zertifizierten Fotostudio aufgenommen und von dort verschlüsselt übermittelt werden. Eine selbst erzeugte Datei nimmt die Behörde nicht mehr an. Die Format-Regeln auf dieser Seite gelten trotzdem weiter, und für Visum-Anträge vieler Länder, Firmenausweise und Bewerbungen kannst du das Bild selbst erstellen. Was seit Mai 2025 gilt

35×45
Millimeter
300
DPI
413×531
Pixel min.
≤5
MB max.
SPEC SHEET Passbild-Format-Knolling: Bild im Format 35x45mm mit Lineal, Maßvorlage und biometrischem Beispielbild
35 mm 45 mm Augenlinie
~60% Höhe
Schematik

Was Behörden im Bild messen.

Drei Maße entscheiden, ob das Bild beim Bürgeramt durchgeht: die Außenmaße (35×45 mm fest), die Kopfhöhe (Kinn bis Scheitel ohne Haarspitzen, zwischen 32 und 36 mm) und die Augenlinie (auf etwa 60 % der Bildhöhe).

Stimmt eines davon nicht, fällt das Bild durch die Prüfung. Fotostudios und Passbild-Automaten richten diese drei Maße beim Zuschnitt aus. Bei Selbstaufnahmen am Smartphone musst du nachmessen.

Die kurze Antwort

Das Passbild für Personalausweis und Reisepass in Deutschland muss 35×45 Millimeter groß sein, in Farbe oder Schwarzweiß, mit hellem einfarbigem Hintergrund und neutralem Gesichtsausdruck. Die Kopfhöhe (Kinn bis Scheitel) liegt zwischen 32 und 36 mm. Brille nur ohne Spiegelung. Kopfbedeckung nur aus religiösen Gründen.

Die 6 Regeln

Was Behörden prüfen
, und woran 60% scheitern.

REGEL 01 / 06

Größe und Maße.

Exakt 35×45 mm. Kopfhöhe (Kinn bis Scheitel, ohne Haarspitzen) zwischen 32 und 36 mm. Augenlinie auf ~60 % der Bildhöhe. Online-Datei mindestens 413×531 Pixel bei 300 dpi.

WICHTIG: Wer beim Amt mit kleinerem Format kommt, geht zurück.
REGEL 02 / 06

Hintergrund.

Einfarbig, hell, neutral. Hellgrau ist Standard. Reines Weiß funktioniert, kann aber bei heller Kleidung verschmelzen. Keine Muster, keine Farbverläufe, keine Schatten. Tapete, Türrahmen oder Wandsteckdose im Bild führt zur Ablehnung.

FAUSTREGEL: Selber freistellen reicht nicht. Der Übergang ist sichtbar.
REGEL 03 / 06

Gesichtsausdruck.

Neutral. Mund geschlossen. Beide Augen frontal in die Kamera. Kein Lächeln, keine zusammengepressten Lippen, keine geöffneten Lippen mit sichtbaren Zähnen. Kopf gerade halten, keine Neigung zur Seite.

STRIKT: Auch ein leichtes Lächeln ist nicht erlaubt.
REGEL 04 / 06

Brille & Kopfbedeckung.

Brille darf getragen werden, sofern keine Spiegelung auf den Gläsern sichtbar ist und die Augen sichtbar bleiben. Sonnenbrille verboten. Kopfbedeckung nur aus religiösen Gründen erlaubt. Mütze, Hut, Cap nicht.

HÄUFIG: Reflexion auf Brillengläsern ist Ablehnungsgrund Nr. 1.
REGEL 05 / 06

Beleuchtung.

Gleichmäßig. Keine Schatten unter den Augen, keine Schatten an einer Gesichtshälfte. Hauttöne neutral, kein Filter, keine Beauty-Modus-Glättung.

PRAKTISCH: Schattenseite muss aufgehellt werden, sonst Ablehnung.
REGEL 06 / 06

Druckfertig.

JPG-Datei, 300 dpi Druckauflösung, exakte Pixelmaße 413×531. Maximal 5 MB Dateigröße. Im Standard reichen 500 KB bis 1,5 MB.

STAND 2026: Fürs Amt überträgt das zertifizierte Studio die Datei verschlüsselt.
Pixel-Tabelle

Pixelmaße nach DPI-Auflösung.

Welche Pixel-Auflösung dein Bild bei welcher DPI haben muss. Behörden verlangen 300 DPI. Alles darunter führt zu pixeligem Druck auf Personalausweis oder Reisepass.

Wie viele Pixel dein eigenes Foto hat, misst der Bewerbungsfoto-Check direkt im Browser. Eine biometrische Prüfung durch Amt oder Fotodienstleister ersetzt er nicht.

DPIPixelmaße (B×H)VerwendungStatus
72 DPI99×127 pxWeb, niedrige QualitätAbgelehnt
150 DPI207×266 pxMittlere QualitätAbgelehnt
300 DPI413×531 pxBehörden-StandardAkzeptiert
600 DPI827×1063 pxHochqualitäts-DruckAkzeptiert
1200 DPI1654×2126 pxReserve, große DateiAkzeptiert
JPG

Standardformat. Komprimiert ohne sichtbaren Qualitätsverlust bei Druck.

PNG

Auch akzeptiert. Verlustfrei, aber größere Datei. Nicht zwingend nötig für Passbilder.

RAW · TIFF

Werden nicht akzeptiert. Vorher in JPG konvertieren.

Wo abgeben

Bürgeramt, Drogerie oder direkt online?

Bürgeramt direkt

Bei Beantragung des Ausweises erstellt das Amt das Bild für 6 €.

Schnellster Weg, aber wenig Einfluss auf Pose und Outfit.

Drogerie · Studio

DM, Rossmann, Müller. 8 bis 12 € für 6 Abzüge plus digitale Datei.

Brauchbar, aber ohne Vorab-Korrektur.

Online mit KI

Porträt aus deinen Selfies als Download, ohne Passbild-Zuschnitt.

Für Bewerbung und Profil, nicht fürs Amt.

Die drei Wege sind nicht austauschbar. Für Reisepass und Personalausweis kommen seit Mai 2025 nur das Bürgeramt und das zertifizierte Studio infrage. Der dritte Weg liefert kein Passbild, sondern ein Porträt für Bewerbung, Firmenausweis oder Profil.

Kein Passbild, aber ein Porträt

Ein Porträt von zuhause.

Du fotografierst dich am Smartphone bei gutem Tageslicht und lädst ein bis zehn Selfies hoch. Daraus macht die App ein fotorealistisches Porträt im Stil deiner Wahl. Die sechs Format-Regeln prüft sie nicht. Einen Zuschnitt auf 35 × 45 mm gibt es auch nicht.

Du bekommst das Porträt als Download. Es passt dort, wo kein Passbild nach festen Maßen verlangt wird, also in der Bewerbung, auf LinkedIn oder für viele Firmenausweise. Für Reisepass und Personalausweis führt der Weg über das Bürgeramt oder einen registrierten Fotodienstleister. Für ein Visum gelten die Vorgaben des Ziellandes. Erstes Bild kostenlos, danach ab 4,99 €.

Porträt jetzt erstellen
Vermeiden

Vier Fehler, die zur Ablehnung führen.

  • 1
    Lächeln auf dem Bild. Auch ein angedeutetes Lächeln ist Ablehnungsgrund. Mund vollständig geschlossen, neutraler Ausdruck.
  • 2
    Brillenspiegelung sichtbar. Reflexion auf den Gläsern ist der häufigste Ablehnungsgrund. Tipp: Brille kurz nach unten kippen oder bei der Aufnahme abnehmen.
  • 3
    Schatten auf einer Gesichtshälfte. Wenn das Tageslicht nur von einer Seite kommt, wird die andere Seite zu dunkel. Behörde lehnt das ab.
  • 4
    Falsche Datei-Größe oder DPI. Wer ein Smartphone-Foto direkt hochlädt, hat oft 72 dpi. Behörde verlangt 300 dpi für die Druckqualität.
Häufige Fragen

Was zum Passbild-Format häufig gefragt wird.

Welches Format hat ein deutsches Passbild?

Genau 35×45 mm. Die Kopfhöhe (Kinn bis Scheitel ohne Haarspitzen) muss zwischen 32 und 36 mm liegen. Die Augenlinie sitzt auf etwa 60 % der Bildhöhe. Diese Maße gelten für Personalausweis und Reisepass.

Wie groß muss die Bilddatei in Pixeln sein?

Mindestens 413×531 Pixel bei 300 dpi, das entspricht exakt 35×45 mm in Druckauflösung. Maximal 5 MB Dateigröße, im Standard reichen 500 KB bis 1,5 MB.

Darf ich auf dem Passbild lächeln?

Nein. Auch ein angedeutetes Lächeln führt zur Ablehnung. Mund geschlossen, neutraler Ausdruck, beide Augen offen, Kopf gerade. Das sind die Pflichtregeln seit 2007 (BSI-Anforderungen).

Was ist mit Brille und Kopfbedeckung?

Brille darf getragen werden, sofern keine Spiegelung auf den Gläsern sichtbar ist und die Augen sichtbar bleiben. Sonnenbrille ist verboten. Kopfbedeckungen nur aus religiösen Gründen erlaubt.

Welche Hintergrundfarbe braucht ein Passbild?

Hellgrau ist Standard und am sichersten. Weiß funktioniert auch, kann aber bei heller Kleidung verschmelzen. Keine Muster, keine Verläufe, keine Schatten im Hintergrund.

Was kostet ein Passbild?

Bürgeramt ab 6 €. Drogerie/Foto-Studio 8 bis 12 € für mehrere Abzüge. Ein KI-Porträt kostet bei uns ab 4,99 €, das erste Bild ist kostenlos. Ein Passbild ist das aber nicht. Für Reisepass und Personalausweis zählen nur die ersten beiden Wege.

Akzeptiert das Bürgeramt online erstellte Passbilder?

Nein, eine selbst erzeugte Datei nicht. Seit dem 1. Mai 2025 muss das Lichtbild für Reisepass und Personalausweis im Bürgeramt oder in einem zertifizierten Fotostudio entstehen und von dort verschlüsselt übermittelt werden. Die digitale Übermittlung gibt es also wirklich, sie beginnt aber im Studio und nicht bei dir zu Hause.

Wie alt darf das Passbild sein?

Maximal 6 Monate alt zum Zeitpunkt der Antragstellung. Wer ein älteres Bild einreicht, riskiert Ablehnung wegen veränderter Gesichtszüge, besonders bei Kindern und Jugendlichen.

Kein Abo · erstes Foto kostenlos

Porträt statt Passbild: von zuhause.

Selfies hochladen, Stil wählen, Porträt herunterladen. Für Bewerbung, Firmenausweis und Profil, nicht für Reisepass oder Personalausweis.

Zu den Zahlen auf dieser Seite: Angaben zu Bildgrößen, Zuschnitten und zum Verhalten der Apps stammen aus den Hilfeseiten und der Entwicklerdokumentation der jeweiligen Anbieter. Beruht eine Aussage auf einer Studie, steht die Quelle direkt an der Stelle der Behauptung. Werte ohne Quellenangabe sind Erfahrungswerte aus unserer Arbeit mit Porträts und ausdrücklich keine Messung. Wenn du eine konkrete Quellen-Übersicht möchtest, schreib uns an info@profilfoto-ki.de.
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