Master, Stipendium, Einschreibung

Bewerbungsfoto fürs Studium: welche Bewerbung ein Foto will und welches

Rund ums Studium begegnen dir zwei ganz verschiedene Fotos. Das eine landet auf deinem Studierendenausweis und muss genaue Maße einhalten. Das andere steckt im Lebenslauf oder im Bewerbungsbogen für ein Stipendium und soll vor allem einen guten Eindruck machen. Wer beide verwechselt, lädt das falsche Bild ins falsche Feld.

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Schreibtisch im Morgenlicht mit aufgeklapptem Laptop, einer leeren Studierendenkarte mit grauer Porträt-Silhouette, einem ausgedruckten Lebenslauf mit freiem Fotofeld oben rechts, Karteikarten, Stift und Tasse
Kartenfoto und Bewerbungsfoto liegen oft am selben Abend auf dem Tisch. Sie haben verschiedene Aufgaben.

Das Kartenmaß: nur ein Foto im Studium hat feste Vorgaben

Für den Studierendenausweis schreiben die Hochschulen genau vor, wie das Bild aussehen muss. Zwei Beispiele aus den Unterlagen der TU München und der Universität Zürich zeigen, wie eng das ist. Für das Foto im Lebenslauf gibt es so etwas nicht.

Beispiel für ein Kartenfoto im Format 3:4: junge Frau frontal vor hellgrauem Hintergrund, Gesicht und Haare füllen etwa drei Viertel der Bildhöhe
Erzeugtes Beispielbild. Die Markierung zeigt den Bereich, den das Gesicht laut TUM füllen soll.

Kartenfoto laut Hochschule, gelesen am 27.10.2026

TU MünchenUni Zürich
WofürStudentCardUZH Card
Formatetwa 3:43:4
Mindestgröße102 × 135 Pixel400 × 533 Pixel
DateiJPG oder PNG, höchstens 500 KBBild, alle anderen Unterlagen als PDF
Gesicht70 bis 80 % des Fotosetwa 80 % der Fläche, frontal
HintergrundVorgaben zu Hintergrund, Licht und Kopfbedeckungneutral, gut kontrastierend

Maßstabsgetreu: Die Mindestfläche der Uni Zürich ist gut fünfzehnmal so groß wie die der TUM. Ein heutiges Handyfoto liegt weit über beiden, es muss vor allem auf 3:4 zugeschnitten werden.

30 Eurokostet bei der TUM eine neue StudentCard, wenn du das Foto nach dem Druck austauschen willst.

Vier Wege ins Studium und was jeder an Foto braucht

Ob du ein Foto brauchst, hängt weniger vom Fach ab als vom Weg, auf dem du dich bewirbst. Die vier häufigsten Strecken unterscheiden sich deutlich. Jedes Beispielbild zeigt, welche Art Foto dort passt.

Frau um die 24 mit schulterlangen dunkelblonden Haaren in dunkelblauem Feinstrickpullover über weißer Bluse vor hellgrauem Hintergrund, ruhiges Lächeln
Erzeugtes Beispielbild

Masterbewerbung im Uni-Portal

Der Weg
Du bewirbst dich direkt bei der Hochschule, meist mit Lebenslauf, Zeugnissen und Motivationsschreiben als PDF.
Foto?
Kein Pflichtfeld in den Unterlagen, die wir gelesen haben. Die TUM verlangt einen lückenlosen, aktuellen Lebenslauf und schlägt die EU-Vorlage vor.
Was reicht
Ein ruhiges Porträt oben im Lebenslauf, wenn du eins setzen willst. Ohne Foto fehlt dort nichts.
Junger Mann um die 21 mit kurzen dunklen Locken in hellblauem Hemd mit offenem Kragen und dunkelgrüner Strickjacke vor warm-weißem Hintergrund, offenes Lächeln
Erzeugtes Beispielbild

Stipendium bei einem Begabtenförderungswerk

Der Weg
Du füllst einen Bewerbungsbogen aus, danach folgen Gutachten und meist ein Auswahlgespräch.
Foto?
Bei mehreren Werken gehört ein Foto auf den Bewerbungsbogen. Beim Deutschlandstipendium der Uni Göttingen verlangt die Seite dagegen kein Foto, nur Deckblatt und Nachweise.
Was reicht
Ein Bewerbungsfoto mit Blick in die Kamera, weil die Kommission dich später im Gespräch sieht.
Junge Frau um die 19 mit langen braunen Haaren hinter den Ohren, frontal und mittig, neutraler Ausdruck mit geschlossenem Mund, gleichmäßig ausgeleuchtet vor hellgrauem Hintergrund
Erzeugtes Beispielbild

Kartenfoto nach der Zulassung

Der Weg
Nach der Zusage brauchst du ein Foto für den Studierendenausweis. Bei der TUM lädst du es schon in der Onlinebewerbung hoch, bei der Uni Zürich ebenfalls.
Foto?
Hier gibt es echte Vorgaben: Seitenverhältnis 3:4, Mindestgröße in Pixeln, das Gesicht füllt den größten Teil des Bildes.
Was reicht
Ein schlichtes, frontales Foto vor ruhigem Hintergrund. Das ist ein Ausweisbild, kein Bewerbungsfoto.
Mann um die 26 mit kurzen schwarzen Haaren und kurzem Bart in anthrazitfarbenem Sakko über weißem T-Shirt vor blaugrauem Hintergrund, leichtes Lächeln
Erzeugtes Beispielbild

Bewerbung über uni-assist

Der Weg
Mit einem Schulabschluss aus dem Ausland läuft die Bewerbung an vielen deutschen Hochschulen über uni-assist.
Foto?
uni-assist schreibt, dass manche Hochschulen ein Foto verlangen. Es muss kein Passfoto sein, ein kleines Porträt genügt.
Was reicht
Ein freundliches Porträt mit Kopf und Schultern, auf dem man dich gut erkennt.

Stipendien: wo das Foto auf dem Bewerbungsbogen steht

Bei den Begabtenförderungswerken ist das Foto keine Nebensache, denn mehrere verlangen es ausdrücklich auf dem Bewerbungsbogen. Die Übersicht stammt aus der Unterlagenliste von e-fellows.net und zeigt auch, wo kein Foto genannt wird.

Foto in der Stipendienbewerbung laut e-fellows.net, gelesen am 27.10.2026
FörderwerkProgrammAngabe zum FotoErgebnis
Studienstiftung des deutschen VolkesVorschlag über das PrüfungsamtBewerbungsbogen mit farbigem PassfotoFoto
Evangelisches Studienwerk VilligstStudienförderungBewerbungsbogen mit LichtbildFoto
Evangelisches Studienwerk VilligstPromotionsförderungLichtbild nicht notwendigkein Foto
Friedrich-Naumann-StiftungStudien- und GraduiertenförderungBewerbungsbogen mit FotoFoto
Hanns-Seidel-StiftungStudien- und PromotionsförderungBewerbungsbogen mit FotoFoto
Rosa-Luxemburg-StiftungStudienförderungBewerbungsbogen mit FotoFoto
Friedrich-Ebert-StiftungStudien- und Promotionsförderunggegebenenfalls Passbildje nach Fall
Konrad-Adenauer-StiftungPromotionsförderungLichtbildFoto
Heinrich-Böll-Stiftung, Hans-Böckler-Stiftung, Stiftung der Deutschen WirtschaftStudienförderungkein Foto in der Listekein Foto

„Kein Foto“ heißt: In der Liste steht keins. Die Werke ändern ihre Unterlagen zwischen den Bewerbungsrunden, deshalb vor dem Absenden die aktuelle Ausschreibung lesen.

Das Foto im Bogen wird im Gespräch noch einmal angesehen

Wer für ein Stipendium in die engere Wahl kommt, sitzt meist einer Kommission gegenüber. Die Mitglieder haben deinen Bogen vorher gelesen und dein Foto gesehen. Ein Bild, das dir heute ähnlich sieht, macht den Einstieg ins Gespräch leichter als ein Abiballfoto von vor drei Jahren.

Für die Masterbewerbung gilt etwas anderes. Dort entscheiden Noten, Module und Motivationsschreiben. Viele Portale fragen gar nicht nach einem Foto. Setzt du trotzdem eins in den Lebenslauf, soll es ruhig und aktuell sein, ohne Partykulisse und ohne Sonnenbrille im Haar.

Das Kartenfoto ist die einzige Stelle, an der ein Fehler Geld kostet. Lies die Vorgaben deiner Hochschule, schneide auf 3:4 zu und prüfe, ob dein Gesicht den größten Teil des Bildes füllt.

Häufige Fragen zum Bewerbungsfoto im Studium

Brauche ich für die Bewerbung um einen Studienplatz ein Bewerbungsfoto?

Für den Studienplatz selbst meist nicht. In den Unterlagen der TUM für den Master steht ein lückenloser Lebenslauf, aber kein Foto als eigene Unterlage. uni-assist schreibt, dass manche Hochschulen ein Foto verlangen und dass dann ein kleines Porträt genügt. Ein festes Foto brauchst du erst für den Studierendenausweis. Dafür gilt ein Kartenfoto mit eigenen Maßen.

Kann ich mein Bewerbungsfoto auch für den Studierendenausweis nehmen?

Nur, wenn es die Kartenvorgaben erfüllt. Die TUM verlangt ein Bild im Format 3:4 mit mindestens 102 mal 135 Pixeln, als JPG oder PNG bis 500 KB. Das Gesicht soll 70 bis 80 Prozent des Fotos füllen. Ein Bewerbungsfoto mit Schultern und etwas Raum drumherum fällt da oft heraus. Ist die Karte gedruckt, kostet ein neues Foto bei der TUM eine neue StudentCard für 30 Euro.

Welche Stipendien wollen ein Foto?

Laut der Übersicht von e-fellows.net nennen unter anderem die Studienstiftung beim Vorschlag über das Prüfungsamt, Villigst in der Studienförderung, die Friedrich-Naumann-, die Hanns-Seidel- und die Rosa-Luxemburg-Stiftung ein Foto auf dem Bewerbungsbogen. Bei Böll, Böckler und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft steht keins in der Liste. Maßgeblich ist immer die aktuelle Ausschreibung des Werks.

Was ziehe ich für ein Foto zur Stipendienbewerbung an?

Etwas, worin du auch zum Auswahlgespräch gehen würdest. Ein Hemd oder eine Bluse mit Pullover oder Strickjacke wirkt ernsthaft, ohne verkleidet auszusehen. Ein Anzug ist für Studierende kein Muss. Wichtiger ist ein ruhiger Hintergrund und ein Blick in die Kamera, weil die Kommission dich später wiedererkennen soll.

Kann ich ein KI-Foto für Masterbewerbung oder Stipendium nutzen?

Ja, für Lebenslauf und Bewerbungsbogen, solange du darauf klar erkennbar bist. Bei Profilfoto KI lädst du ein paar eigene Fotos hoch, wählst einen Stil und siehst nach rund zwei Minuten das erste Bild. Es ist kostenlos und trägt ein Wasserzeichen. Danach kosten zwei Bilder 4,99 Euro und zwölf Bilder 29 Euro. Für das Kartenfoto des Ausweises nimm lieber ein schlichtes, frontales Foto, das genau die Vorgaben deiner Hochschule erfüllt.

Quellen

  • Technische Universität München: Dokumentenglossar zur Bewerbung, Eintrag „Aktuelles Passbild“ (tum.de/studium/bewerbung/infoportal-bewerbung/dokumentenglossar), gelesen am 27.10.2026.
  • Technische Universität München: Bewerbung für einen Masterstudiengang, Schritt für Schritt (tum.de/studium/bewerbung/master/bewerbung-master), gelesen am 27.10.2026.
  • Universität Zürich: Merkblatt Einzureichende Dokumente, Master mit Schweizer Vorbildung, Stand 01.07.2026 (uzh.ch), gelesen am 27.10.2026.
  • uni-assist: Sonstige Dokumente (uni-assist.de/bewerben/dokumente-sammeln/sonstige-dokumente/), gelesen am 27.10.2026.
  • e-fellows.net: Bewerben bei Begabtenförderungswerken, welche Unterlagen bei welcher Stiftung (e-fellows.net/stipendien/unterlagen-bewerbung-stipendium), gelesen am 27.10.2026.
  • Georg-August-Universität Göttingen: Deutschlandstipendium, Bewerbungsunterlagen und Nachweise (uni-goettingen.de/de/506709.html), gelesen am 27.10.2026.

Dein Foto für Lebenslauf und Bewerbungsbogen

Bei Profilfoto KI lädst du ein paar eigene Fotos hoch und wählst einen Stil, etwa mit Strickjacke für das Stipendium oder mit Sakko für den Master. Nach rund zwei Minuten siehst du das erste Bild.

Das erste Foto ist kostenlos und trägt ein Wasserzeichen. Danach kosten zwei Bilder 4,99 Euro und zwölf Bilder 29 Euro.

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