Viele laden eine Passbild-App herunter und merken erst an der Amtstür, dass ihr Foto nicht mehr zählt. Seit Anfang Mai 2025 dürfen Personalausweis und Reisepass das selbst gemachte App-Foto nämlich gar nicht mehr einreichen, während es für den Führerschein oder die Bewerbung weiterhin völlig in Ordnung ist.

Diese Tabelle ist die schnelle Antwort. Sie zeigt für jedes gängige Dokument, welcher Weg 2026 zählt und ob ein selbst gemachtes App-Foto überhaupt noch erlaubt ist.
| Dokument | Erlaubter Weg 2026 | App-Foto erlaubt? | Grundlage |
|---|---|---|---|
| Personalausweisund vorläufiger Ausweis | Aufnahme im Bürgeramt am Terminal oder bei einem registrierten Fotodienstleister mit digitaler Übermittlung | Nein | BMI, seit Anfang Mai 2025 |
| Reisepass | Gleicher Weg wie beim Personalausweis, das Bild geht verschlüsselt ans Amt | Nein | Personalausweisportal |
| Aufenthaltstitel | Wie Personalausweis, nur über die zugelassenen digitalen Wege | Nein | BMI |
| Führerschein | App-Foto zuhause aufnehmen und am Kiosk drucken, der Ausdruck wird angenommen | Ja | dm Foto |
| Gesundheitskarte | Selbst gedrucktes App-Foto ist weiterhin zulässig | Ja | dm Foto |
| Schülerausweis | App-Ausdruck reicht ohne besondere Übermittlung | Ja | dm Foto |
| Visumje nach Zielland | App-Foto meist erlaubt, aber die Maße des jeweiligen Landes vorher prüfen | Meist | Landvorgaben |
| Bewerbung und Lebenslauf | Kein biometrisches Foto nötig, gefragt ist ein freundliches, professionelles Porträt | Kein Passbild | KI oder Fotograf |
| LinkedIn, Xing, Profil | Freies Porträt, das sympathisch und aktuell wirkt | Kein Passbild | KI oder Fotograf |
Das Muster dahinter: Für die drei hoheitlichen Dokumente ganz oben brauchst du seit Mai 2025 den amtlichen Weg, für den mittleren Block reicht die App, und für den unteren Block willst du eigentlich gar kein Passbild, sondern ein gutes Bewerbungs- oder Profilfoto.
Für Personalausweis, Reisepass und Aufenthaltstitel ist das Papierbild vorbei. Das Lichtbild entsteht jetzt digital und wird geschützt an die Behörde übertragen, damit niemand mehr ein manipuliertes Foto einreichen kann.
Digitale Aufnahme statt Papierbild. Das Foto wird entweder direkt im Bürgeramt am Aufnahmesystem erstellt oder bei einem registrierten Fotodienstleister, der es über eine vom BSI zertifizierte, verschlüsselte Cloud ans Amt schickt.Personalausweisportal
6 Euro am Amtsterminal. Nutzt du das Aufnahmesystem direkt in der Behörde, kostet das Lichtbild 6 Euro zusätzlich zur Ausweisgebühr. Beim Fotografen bekommst du einen Ausdruck mit Data-Matrix-Code, den das Amt einliest.BMI
Die Übergangsfrist ist abgelaufen. Bis zum Ende Juli 2025 wurden Papierbilder noch akzeptiert, seitdem ist der digitale Weg für diese Dokumente Pflicht. Selbst gedruckte App-Fotos werden für Perso und Pass also nicht mehr angenommen.ADAC

Für alle Fälle, in denen ein App-Foto weiterhin gilt, also Führerschein, Gesundheitskarte, Visum oder ein gedrucktes Bewerbungsbild, funktionieren die verbreiteten Apps nach dem gleichen Muster: Du nimmst das Foto zuhause auf, die App prüft die biometrischen Vorgaben, und du druckst den Bogen an einer Fotostation. Diese vier tauchen in den Tests am häufigsten auf.
Du nimmst das Bild zuhause auf, die App prüft die Biometrie, und im dm-Markt liest du den QR-Code ein und druckst einen Bogen mit zwei Bildern. Der Ausdruck liegt bei 5,95 € und ist damit der günstigste Weg zum fertigen Passbild-Bogen.
Bei dietester holt die CEWE-App mit 91,6 Prozent den ersten Platz. Der Ablauf gleicht der dm-Variante, dafür kannst du den Bogen an vielen CEWE-Stationen einlösen, unter anderem bei dm, Rossmann oder Müller.
Eine KI schneidet den Kopf frei und entfernt den Hintergrund automatisch. Das Ergebnis bekommst du digital per Mail oder als Abzug nach Hause geliefert, was bequem ist, aber mehr kostet als der Druck im Markt.
Reine Formatier-Apps schneiden dein Bild auf die Maße von über hundert Ländern zu. Das hilft vor allem beim Visum, ersetzt aber nicht die Prüfung, ob dein Foto überhaupt biometrietauglich ist.
Ob die App dein Foto akzeptiert, entscheidet sich nicht in der Software, sondern bei der Aufnahme. Mit diesen sechs Schritten kommst du beim ersten Versuch durch die Biometrieprüfung.
Stell dich frontal ans Fenster, denn weiches Seitenlicht vermeidet harte Schatten im Gesicht.
Eine weiße oder hellgraue Wand ohne Muster, sonst fällt der Kontrast bei der Prüfung durch.
Bitte jemanden zu halten oder nimm ein Stativ, mit etwa 1,5 Metern Abstand verzerrt die Perspektive nicht.
Mund geschlossen, Augen offen und frei sichtbar, und eine Brille nur ohne Spiegelung.
Die App kontrolliert die Kopfhöhe und den Hintergrund automatisch und meldet, was noch nicht passt.
Je nach Dokument druckst du am Kiosk oder wählst den zertifizierten Übermittlungsweg.


Viele tippen Passbild-App, meinen aber das Foto für die Bewerbung oder das LinkedIn-Profil. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn ein biometrisches Passbild ist mit Absicht streng und neutral: streng frontal und gleichmäßig ausgeleuchtet, weil eine Maschine dein Gesicht vermessen soll. Ein Bewerbungsfoto darf dagegen freundlich wirken, mit leichtem Lächeln und Kleidung, die zur Branche passt.
Wenn du ein neutrales Ausweisbild in den Lebenslauf klebst, wirkt es schnell steif und unnahbar. Für die Bewerbung brauchst du also kein Passbild, sondern ein Porträt, das in einer Sekunde Vertrauen schafft.
Genau dafür ist Profilfoto KI gemacht. Du lädst ein paar Selfies hoch und bekommst ein studioähnliches Bewerbungsfoto, auf Deutsch und mit Servern in der EU. Dein erstes Foto ist kostenlos, damit du das Ergebnis vor jeder Zahlung siehst.
Für den Personalausweis ist das ausdrücklich nicht gedacht, für Bewerbung, Lebenslauf und Profil dagegen genau richtig.
| Weg | Kosten | Passt für |
|---|---|---|
| App-Foto am Kiosk drucken | ab 5,95 € | Führerschein, Gesundheitskarte, Bewerbungs-Ausdruck |
| Bürgeramt-Terminal | 6 € je Bild | Personalausweis, Reisepass, Aufenthaltstitel |
| Fotostudio | 15–40 € | Alle Dokumente, inklusive digitaler Übermittlung |
| Profilfoto KI | erstes Foto kostenlos | Bewerbung, LinkedIn, Profil, danach ab rund 2,50 € je Bild |
Seit Mai 2025 wird ein selbst gedrucktes Bild für Personalausweis und Reisepass nicht mehr angenommen.
Die Prüfsoftware lehnt ab, weil der Mund geschlossen und der Ausdruck neutral sein muss.
Ein ungleichmäßiger Hintergrund fällt bei der automatischen Kontrolle durch.
Getönte Gläser oder Spiegelungen verdecken die Augen, die frei sichtbar sein müssen.
Für hoheitliche Dokumente muss die Aufnahme aktuell sein und darf nicht aus dem Archiv stammen.
Ein neutrales Ausweisfoto wirkt im Lebenslauf steif, hier zählt ein warmes Porträt.
Lade ein paar Selfies hoch und sieh in wenigen Minuten, wie dein Bewerbungsfoto aussieht. Auf Deutsch, mit Servern in der EU, und das erste Foto kostet dich nichts.
Erstes Foto kostenlos erstellen Ohne Abo. Deine Selfies bleiben privat und werden nach kurzer Zeit gelöscht.Bei dietester gilt die CEWE Passfoto-App mit 91,6 Prozent als Testsieger, während die dm-Passbild-App mit einem Bogen für 5,95 Euro am günstigsten ist und PhotoAiD digital liefert. Für ein Bewerbungsfoto ist allerdings keine dieser Apps gedacht, dafür passt ein KI-Porträt besser.
Ja, für Führerschein, Gesundheitskarte, Visum und Bewerbungs-Ausdrucke funktioniert das gut. Für Personalausweis und Reisepass geht es seit Anfang Mai 2025 nicht mehr, dort läuft die Aufnahme über das Amt oder einen registrierten Fotodienstleister.
Die Aufnahme und die Biometrieprüfung sind meist gratis, bezahlt wird der Ausdruck, bei dm ab 5,95 Euro. Einige Apps schalten zusätzliche Funktionen nur in einer Pro-Version frei.
Nein, das ist seit Anfang Mai 2025 nicht mehr erlaubt, weil das Bild digital im Bürgeramt oder bei einem registrierten Dienstleister entstehen und verschlüsselt an die Behörde übermittelt werden muss.
Am Aufnahmesystem in der Behörde sind es 6 Euro pro Lichtbild, zusätzlich zur eigentlichen Ausweisgebühr. Beim Fotografen zahlst du dessen Preis und bekommst einen Ausdruck mit Code für die Übermittlung.
Nein, für Bewerbung und Lebenslauf zählt ein freundliches, professionelles Porträt und kein neutrales Ausweisfoto. Profilfoto KI erstellt dir genau so ein Bild, und das erste ist kostenlos.