
Die Frisur
Von langen Haaren zum Kurzhaarschnitt ist der Sprung so groß, dass ein Bild von früher im Gespräch ein kurzes Stutzen auslöst. Ein Nachschnitt von wenigen Zentimetern dagegen verändert dein Gesicht nicht und braucht kein neues Foto.
Die kurze Antwort lautet: ein Jahr, wenn du auf Nummer sicher gehen willst. Zwei bis drei Jahre gehen nur, solange du noch genauso aussiehst. Eine feste Frist schreibt dir nirgends jemand vor. Diese Seite vergleicht deshalb, was vier große Ratgeber dazu sagen. Ein Check ordnet danach deine Lage in zwei Minuten ein.
Entscheidend ist am Ende der Moment im Vorstellungsgespräch, in dem die Personalerin dein Foto und dein Gesicht nebeneinander sieht.
Wir haben am 21.10.2026 vier Ratgeber geprüft, die das Alter des Bewerbungsfotos ausdrücklich nennen. Drei setzen den Idealwert bei einem Jahr, ein vierter dehnt ihn bei unverändertem Aussehen auf bis zu drei Jahre. Die Leiter zeigt, bis zu welchem Alter des Fotos jede Quelle das Bild noch gelten lässt. Der helle Streifen markiert den Bereich, den die Quelle nur bei gleichem Aussehen toleriert.
Auffällig ist, dass keine der Quellen eine Rechtsgrundlage nennt. Alle vier argumentieren mit dem Vorstellungsgespräch. Dort wirkt ein veraltetes Foto laut e-fellows wie eine peinliche Überraschung und schadet der Glaubwürdigkeit. Die Jahresfrist ist also eine Daumenregel, die vor genau diesem Moment schützen soll, und kein Verfallsdatum.
Der Check wendet die Regeln aus der Leiter auf deine Lage an. Er ist eine Einordnung auf Basis der Ratgeber und ersetzt nicht den Blick in den Spiegel, den dir kein Werkzeug abnimmt.
Karrierebibel, ulmato und StepStone nennen fast dieselben Auslöser für ein neues Bild. Auf den Vergleichsbildern unten siehst du jeweils dieselbe Person vorher und nachher, sodass sofort klar wird, warum das alte Foto im Gespräch nicht mehr trägt. Die Gesichter sind erzeugt und zeigen keine echten Bewerberinnen oder Bewerber.

Von langen Haaren zum Kurzhaarschnitt ist der Sprung so groß, dass ein Bild von früher im Gespräch ein kurzes Stutzen auslöst. Ein Nachschnitt von wenigen Zentimetern dagegen verändert dein Gesicht nicht und braucht kein neues Foto.

Ein Vollbart verschiebt die Gesichtsform stärker als fast jede andere Veränderung, weil Kinn und Wangen anders wirken. Wer auf dem Foto ohne Vollbart zu sehen ist und heute Bart trägt, sollte das Bild austauschen, ganz gleich wie jung es ist.

Eine neue Brille mit auffälligem Gestell prägt das Gesicht stark, weil sie genau dort sitzt, wo ein Gegenüber zuerst hinsieht. Trägst du sie im Alltag, gehört sie auch auf das Foto, am besten mit entspiegelten Gläsern, damit die Augen sichtbar bleiben.

Silbergraue Haare sind kein Makel, doch sie verändern den Gesamteindruck so deutlich, dass ein dunkles Foto von früher nicht mehr zu dir passt. Ein Wechsel der Haarfarbe in beide Richtungen ist deshalb ein guter Anlass für ein frisches Bild.
Die fünfte Veränderung ist das Gewicht. Sie lässt sich schlecht abbilden. In den Quellen steht sie trotzdem gleichberechtigt neben den vier anderen, weil auch sie das Gesicht sichtbar verändert.
Ein Bewerbungsfoto ist seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz von 2006 keine Pflicht mehr. In den vier geprüften Quellen findet sich ebenfalls keine gesetzliche Altersgrenze. Die Fristen entstehen aus Erfahrung: Wer ein Bild beilegt, trifft damit eine Aussage über sein Aussehen. Stimmt diese Aussage nicht, wirkt sie wie eine Unstimmigkeit in der Bewerbung.
Das gilt besonders dann, wenn die Personalerin vorab viel Zeit mit deinem Profil verbracht hat. Der Moment, in dem das Gesicht vor ihr vom Foto abweicht, kostet dann Vertrauen, das du im Gespräch erst wieder aufbauen musst.
Die Alternative zum alten Foto ist deshalb nicht Retusche. Karrierebibel warnt, dass bearbeitete Bilder schnell unglaubwürdig wirken. Ein Bild, das dich jünger zeigt, verschärft das Problem nur. Aktuell heißt, dass es dich so zeigt, wie du heute aussiehst.
Der klassische Weg liefert gutes Licht und Anleitung, kostet aber je nach Studio und Nutzungsrechten einen dreistelligen Betrag. Wie sich die Preise zusammensetzen, steht im Preisvergleich zu Bewerbungsfotos.
Mit Stativ, Fenster und Geduld gelingt ein brauchbares Bild, wenn du Licht und Hintergrund sorgfältig wählst. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du unter Bewerbungsfoto selber machen.
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