Fotostudio im Vergleich
Studioline Bewerbungsfoto: Der Preis entsteht erst nach dem Auslöser
Auf der Preistafel im Studio steht 39,99 Euro. Was am Ende auf deiner Rechnung steht, entscheidest du erst danach, während du deine eigenen Bilder ansiehst. Diese Seite rechnet beide Studioline-Wege einmal bis zum Schluss durch.
Zwei Shootings, fast derselbe Name
Studioline verkauft zwei verschiedene Bewerbungs-Shootings. Beide heißen fast gleich. Das eine steht unter „Bewerbungsbilder" und braucht keinen Termin. Das andere heißt „Bewerbung Premium", kostet zehn Euro mehr im Einstieg und wird gebucht wie ein Arzttermin.
Der Unterschied wirkt klein, solange man nur auf die Basispreise schaut. Er wird groß, sobald die Bilder auf dem Tisch liegen: Der Weg ohne Termin liefert bis zu 15 Aufnahmen zur Auswahl, der Termin bis zu 60. Und weil die Pakete nach der Aufnahme gewählt werden, entscheidet diese Zahl mit darüber, wie hoch deine Rechnung ausfällt.
Tür 1
Bewerbungsbilder
- Termin
- nicht nötig, Wartezeit einplanen
- Basispreis
- 39,99 €, darin 1 Datei und 1 Abzug
- Aufnahmen
- bis zu 15
- Vorbereitung
- keine, du kommst wie du bist
- Ganzkörper
- nicht vorgesehen
Tür 2
Bewerbung Premium
- Termin
- nötig, 10 € Anzahlung
- Basispreis
- 49,99 €, darin 1 Datei und 1 Abzug
- Aufnahmen
- bis zu 60
- Vorbereitung
- Vorbesprechung und Stylecheck, 30 Minuten Shooting
- Ganzkörper
- ausdrücklich vorgesehen
Angaben von studioline.de, gelesen am 23.08.2026. Preise und Leistungen können sich ändern, deshalb steht das Lesedatum dabei.
Wo genau der Preis entsteht
Ein Fotostudio verkauft normalerweise ein Paket, dessen Preis vorher feststeht. Bei Studioline läuft es umgekehrt. Der Basispreis kauft das Shooting und genau ein Bild. Alles Weitere suchst du dir aus, nachdem der Auslöser gefallen ist und du deine eigenen Aufnahmen vor dir siehst.
Das ist kein verstecktes Kleingedrucktes, es steht so auf der Preistafel. Trotzdem verschiebt es die Entscheidung an eine Stelle, an der man schlecht rechnet. Die beiden Aufstellungen unten zeigen deshalb, was vor dem Auslöser feststeht und was danach noch offen ist.
Tür 1 · ohne Termin
Bewerbungsbilder
Tür 2 · mit Termin
Bewerbung Premium
Die 10 Euro Anzahlung sind kein zusätzlicher Posten. Studioline schreibt, sie seien „wie ein Pfand für die Reservierung" und würden verrechnet, sobald du dich für weitere Bilder entscheidest. Nimmst du keine, bekommst du den Betrag zurück. Deshalb steht er oberhalb des Schnitts und nicht in der Summe.
Was die Bilderzahl am Ende kostet
Die Preistafel trennt Basispreis und Paket durch ein Pluszeichen, die Beträge werden also addiert. Dass das so gemeint ist, belegt Studioline selbst: Der beworbene „Kundenliebling mit 3 Bildern" ist rechnerisch das eine Bild aus dem Basispreis plus die zwei Bilder aus dem 2er-Paket.
| Dateien | Tür 1 ohne Termin | je Datei | Tür 2 mit Termin | je Datei |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 39,99 € | 39,99 € | 49,99 € | 49,99 € |
| 3 | 69,99 € | 23,33 € | 99,99 € | 33,33 € |
| 5 | 89,99 € | 18,00 € | 189,99 € | ab 19,00 € |
| 15 | 129,99 € | 8,67 € | 249,99 € | ab 12,50 € |
| 60 | nicht möglich | entfällt | 349,99 € | ab 5,83 € |
Gerechnet mit Basispreis plus jeweils einem Paket. Bei fünf Dateien greift in Tür 2 bereits das 10er-Paket, weil es keine Stufe dazwischen gibt; die Zahl in der Spalte „je Datei" bezieht sich dann auf die volle Paketgröße. Die Anzahlung ist nicht enthalten, weil sie verrechnet oder erstattet wird.
Der Kreuzungspunkt liegt nicht dort, wo man ihn vermutet. Die Premium-Tür wird pro Datei erst jenseits von 15 Bildern günstiger. Genau dort kann die erste Tür nicht mehr mithalten, weil das Shooting bei 15 Aufnahmen endet. In dem Bereich, den eine Bewerbung verbraucht, also bei einer bis vier Dateien, liegt die Tür ohne Termin durchgehend zwischen 10 und 90 Euro darunter.
Wer trotzdem den Termin bucht, kauft damit nicht den besseren Preis. Er kauft Vorbesprechung, Stylecheck, Business-Make-up, Ganzkörperaufnahmen und die vierfache Auswahl. Das kann die Differenz wert sein. Nur ist es eine andere Entscheidung als die, die die Preistafel nahelegt.
Wofür die zweite, dritte und vierte Datei gut ist
Die Paketfrage lässt sich nur beantworten, wenn feststeht, wie viele Dateien eine Bewerbung überhaupt verbraucht. In den meisten Fällen sind es nicht 15 und erst recht nicht 60, sondern zwei bis vier. Jede davon hat eine eigene Aufgabe.
Datei 1
Das Bild für die Bewerbungsmappe
Das ist die klassische Aufnahme: Kopf, Schulterlinie und oberer Brustbereich im Bild, darüber ein ruhiger Rand. Sie sitzt im Lebenslauf oder auf dem Deckblatt und wird von einem Menschen auf Papier oder als PDF angesehen.
Wenn du nur eine Datei mitnimmst, ist es diese. Der Abzug im Format 13 × 18 Zentimeter gehört bei Studioline in beiden Türen zum Basispreis dazu.
Datei 2
Das Bild für das Bewerbungsportal
Große Arbeitgeber nehmen Bewerbungen über ein Portal entgegen. Dort erscheint dein Foto oft nur wenige Millimeter groß neben deinem Namen. Ein weiter Ausschnitt verliert in dieser Größe jedes Gesicht.
Deshalb lohnt eine zweite Fassung mit engerem Ausschnitt. Manche Portale schneiden außerdem quadratisch, was ein Hochformat unangenehm beschneiden kann.
Datei 3
Das Bild für LinkedIn und Xing
Auf den Netzwerken schaut niemand auf eine Bewerbung, sondern auf einen Menschen, mit dem man vielleicht arbeiten will. Ein etwas offeneres Bild wirkt dort besser als die strenge Fassung aus der Mappe.
Personalabteilungen sehen beide Profile ohnehin. Wenn Bewerbungsfoto und Profilbild erkennbar zur selben Person und zur selben Zeit gehören, ist schon viel gewonnen.
Datei 4
Das Bild für die Seite des neuen Arbeitgebers
Nach der Zusage kommt fast immer die Bitte um ein Foto für die Teamseite oder das Intranet. Dort steht dein Bild neben denen deiner Kolleginnen und Kollegen. Es fällt sofort auf, wenn eines aus der Reihe tanzt.
Ein Bild mit etwas mehr Raum um den Kopf lässt sich für solche Seiten leichter zuschneiden. Wer diese Datei nicht hat, geht in den ersten Wochen im neuen Job noch einmal zum Fotografen.
Die vier Bilder sind erzeugt und zeigen keine realen Bewerberinnen oder Bewerber. Sie stehen für den jeweiligen Ausschnitt, nicht für ein Ergebnis eines bestimmten Studios.
Woher die 4,76 Sterne kommen
Wer nach Studioline sucht, stößt schnell auf eine glänzende Gesamtnote. Sie ist echt und beruht auf einer beeindruckenden Menge an Stimmen. Interessant wird sie erst, wenn man nachsieht, aus welchen Quellen diese Stimmen stammen.
-
Studioline, eigenes Bewertungssystem4,80 · 25.806 Stimmen
92,4 Prozent aller Stimmen
-
Groupon4,50 · 1.205 Stimmen
4,3 Prozent aller Stimmen
-
Google4,00 · 541 Stimmen
1,9 Prozent aller Stimmen
-
AUSGEZEICHNET.org4,24 · 390 Stimmen
1,4 Prozent aller Stimmen
Zahlen von ausgezeichnet.org, Profilstand 02.08.2026, abgerufen am 23.08.2026. Die Balken zeigen den Anteil an der Gesamtzahl der Stimmen, nicht die Note.
Die Gesamtnote von 4,76 wird also fast vollständig vom eigenen Bewertungssystem des Anbieters getragen. Zwischen der besten und der schwächsten Quelle liegen 0,80 Notenpunkte, und ausgerechnet Google, wo niemand die Erhebung steuert, liegt am unteren Ende. Das macht die Note nicht falsch. Es lohnt sich trotzdem, beide Zahlen zu kennen.
Bei AUSGEZEICHNET.org selbst verteilen sich die 390 Bewertungen auf 278 mit fünf Sternen und 51 mit einem einzigen. Diese Form kennt man von Ketten mit vielen Standorten: Wo es gut läuft, läuft es glänzend. Wo etwas schiefgeht, ärgern sich Leute richtig. Die einzelnen negativen Berichte drehen sich auffällig oft um dieselbe Sache, nämlich um die 10 Euro Anzahlung und darum, wie lange ihre Erstattung dauert.
Wofür der Weg ins Studio steht
Diese Seite rechnet nach, sie redet den Studioweg nicht schlecht. Es gibt Dinge, die ein Fotostudio kann und ein Werkzeug im Netz nicht. Wer sich entscheidet, sollte sie kennen.
- Ein Mensch führt dich durch die AufnahmeJemand sagt dir, wohin die Schulter soll und wann der Blick sitzt. Wer sich vor der Kamera unwohl fühlt, holt daraus mehr heraus als aus jeder Anleitung.
- Ohne Termin heißt noch heuteWenn die Bewerbung morgen raus muss, ist der Gang in ein Studio in der Innenstadt der schnellste Weg zu einem gedruckten Bild.
- Der Abzug ist im Basispreis dabei13 × 18 Zentimeter, fertig ausbelichtet. Wer eine gedruckte Mappe abgibt, spart sich damit einen Arbeitsschritt.
- Ganzkörper und Business-Make-upBeides gibt es nur im Premium-Termin. Für manche Berufe wird eine Ganzkörperaufnahme sogar verlangt.
- Alle Bildrechte gehen mitDas steht so auf der Preistafel und ist bei Fotostudios nicht überall üblich.
Eine Bewerbung braucht selten mehr als vier Dateien.
Das ist die ganze Rechnung dieser Seite in einem Satz. Wer bei Studioline bleibt, nimmt die Tür ohne Termin und das kleinste Paket, das die vier Aufgaben abdeckt. Willst du vorher wissen, wie du auf dem fertigen Bild aussiehst, geht auch der andere Weg: Du lädst ein Selfie hoch und bekommst ein Porträt zurück, dessen Licht sitzt. Das erste Foto kostet nichts. Erst danach entscheidest du, ob du weitere willst.
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Häufige Fragen
Was kostet ein Bewerbungsfoto bei Studioline am Ende?
Der Einstieg liegt bei 39,99 Euro ohne Termin und bei 49,99 Euro mit Termin. Darin steckt jeweils genau ein Bild als Datei und als Abzug enthalten. Willst du mehr Dateien, kommt ein Paket obendrauf: 30 Euro für zwei weitere, 50 Euro für vier weitere, 90 Euro für alle 15 Aufnahmen der Sitzung. Für drei Dateien zahlst du damit 69,99 Euro, für fünf 89,99 Euro. Stand 23.08.2026.
Was ist der Unterschied zwischen Bewerbungsbildern und Bewerbung Premium?
Bewerbungsbilder bekommst du ohne Termin. Du kommst spontan vorbei, planst Wartezeit ein und wählst danach aus bis zu 15 Aufnahmen. Bewerbung Premium wird gebucht, dauert 30 Minuten für die Aufnahme und noch einmal 30 Minuten für die Auswahl, umfasst Vorbesprechung und Stylecheck und liefert bis zu 60 Aufnahmen. Ganzkörperbilder und Business-Make-up gibt es nur im Premium-Termin.
Wofür sind die 10 Euro Anzahlung, die bei der Buchung fällig werden?
Die Anzahlung fällt nur bei einem gebuchten Termin an. Studioline beschreibt sie als Pfand für die Reservierung des Studios. Entscheidest du dich nach dem Shooting für weitere Bilder, wird der Betrag verrechnet. Nimmst du keine, wird er nach Angabe des Unternehmens vollständig erstattet. In den öffentlichen Kundenbewertungen ist genau diese Erstattung der am häufigsten genannte Kritikpunkt, deshalb lohnt es sich, den Beleg aufzuheben.
Wie viele Bilder brauche ich für eine Bewerbung überhaupt?
Meistens reichen zwei bis vier. Eines für die Mappe oder den Lebenslauf, eines mit engerem Ausschnitt für Bewerbungsportale, eines für LinkedIn oder Xing und eines mit etwas mehr Rand für die Teamseite des neuen Arbeitgebers. Die Pakete mit 15, 30 oder 60 Dateien lohnen sich rechnerisch erst weit jenseits dessen, was eine Bewerbung verbraucht.
Sind die 4,76 Sterne von Studioline aussagekräftig?
Die Zahl stimmt, sie stammt vom Bewertungsportal ausgezeichnet.org und beruht auf 27.942 Stimmen. Man sollte allerdings wissen, dass 25.806 davon aus dem hauseigenen Bewertungssystem kommen, das mit 4,80 die beste Note vergibt. Google kommt bei 541 Stimmen auf 4,00. Beide Zahlen zusammen ergeben ein ehrlicheres Bild als eine allein.
Kann ich statt ins Studio zu gehen ein Bewerbungsfoto online erstellen lassen?
Ja. Für die Dateien, die eine Bewerbung braucht, ist das sogar der günstigere Weg. Du lädst vorhandene Selfies hoch und bekommst Porträts vor ruhigem Hintergrund zurück, in mehreren Ausschnitten für Mappe, Portal und Netzwerkprofil. Was dabei fehlt, ist der Mensch hinter der Kamera und der fertige Abzug in der Hand. Wer beides braucht, ist im Studio richtig.
Gibt es Gutscheine oder Aktionen für Studioline?
Regelmäßig, ja. Studioline arbeitet mit Kooperationspartnern und mit Gutscheinportalen zusammen. Über solche Aktionen entfällt der Basispreis mitunter ganz. Die Hamburger Drogeriekette budni nennt für Karteninhaberinnen und Karteninhaber ein Fotoshooting im Wert von 49,99 Euro. Ob eine Aktion gerade läuft, ändert sich laufend, deshalb lohnt eine kurze Suche vor dem Besuch.
Quellen
- studioline.de, Seite „Bewerbungsbilder erstellen": Basispreis 39,99 €, Pakete 2er 30 €, 4er 50 €, All-in 90 €, bis zu 15 Aufnahmen, ohne Termin. Abgerufen am 23.08.2026.
- studioline.de, Seite „Bewerbung Premium": Basispreis 49,99 €, Einzeldatei und Einzelabzug je 25 €, Pakete 140 €, 200 €, 270 € und 300 €, bis zu 60 Aufnahmen, 30 Minuten Shooting. Abgerufen am 23.08.2026.
- studioline.de, Seite „Fotostudios": Anzahlung von 10 € als Pfand für die Reservierung, Verrechnung oder Erstattung. Abgerufen am 23.08.2026.
- ausgezeichnet.org, Bewertungsprofil studioline.de: Gesamtnote 4,76 aus 27.942 Stimmen, aufgeteilt auf Studioline 4,80, Groupon 4,50, Google 4,00 und ausgezeichnet.org 4,24. Profilstand 02.08.2026, abgerufen am 23.08.2026.
- budni.de, Seite „Kooperationspartner Studioline": Fotoshooting im Wert von 49,99 € für Karteninhaberinnen und Karteninhaber. Abgerufen am 23.08.2026.
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